Label Youngsters

Manuel Leander Gersitz

Das Duale Studium bei der Witte plusprint GmbH

Das Duale Studium der Witte plusprint GmbH wird in Zusammenarbeit mit der IHK Nordwestfalen und der FH Münster angeboten. Es beinhaltet eine kaufmännische Ausbildung zum Industriekaufmann, den Betriebswirt (VWA) und den Studiengang BWL. Das ganze Konzept geht über eine Zeitspanne von 3,5 Jahren (7 Semester).

Aufbau

Das Duale Studium der Witte plusprint GmbH wird in Zusammenarbeit mit der IHK Nordwestfalen und der FH Münster angeboten. Es beinhaltet eine kaufmännische Ausbildung zum Industriekaufmann, den Betriebswirt (VWA) und den Studiengang BWL. Das ganze Konzept geht über eine Zeitspanne von 3,5 Jahren (7 Semester). In den ersten drei Semestern durchläuft man die Ausbildung zum Industriekaufmann mit dem Besuch der Berufsschule und allen Stationen im Unternehmen, die für den Abschluss der Ausbildung erforderlich sind. Die Ausbildung endet im Frühjahr des zweiten Ausbildungsjahres mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung. Zeitgleich hat man zur Ausbildung freitags und samstags noch Vorlesungen. Das heißt, man hat eine 6-Tage-Woche mit Berufsschule am Montag, Arbeit im Betrieb von Dienstag bis Donnerstag und Vorlesungen am Freitag und Samstag. Nach dem Abschluss der Ausbildung fällt der Berufsschultag weg und man ist vier Tage in der Woche im Betrieb. Am Ende des fünften Semesters steht auch die Prüfung zum Betriebswirt (VWA) an und im siebten Semester stellen die Abgabe der Bachelor-Arbeit und die Abschlussprüfung den Abschluss des dualen Studiums dar.

Inhalte

Bei diesem dualen Studium werden alle Inhalte vermittelt, die ein Industriekaufmann in der normalen Ausbildung auch erlernen würde, jedoch in gekürzter Ausführung. In den Vorlesungen erlernt man all das, was an wichtigen und arbeitsbezogenen Inhalten in einem BWL-Studium zu finden ist und erweitert die Ausbildung zum Industriekaufmann. Die beiden Lehrveranstaltungen sind aufeinander abgestimmt und vervollständigen sich somit. Neben den verschiedenen akademischen Inhalten werden während des Studiums auch andere Kompetenzen über Workshops und AGs vermittelt, wie z.B. Moderne Umgangsformen für junge Führungskräfte, Projektmanagement, Mitarbeiter- und Unternehmensführung.

Anforderung

Die Anforderungen an uns duale Studenten belaufen sich nicht nur auf ein Abitur, sondern auch auf eine hohe Leistungsbereitschaft, Engagement, Interesse an der Druckbranche, wirtschaftliches Verständnis und Ausdauer. Es liegt kein NC auf dem Studiengang. Das Unternehmen entscheidet, wen es als geeignet für das Studium erachtet.

Abschlüsse

Nach dem Abschluss des dualen Studiums bei Witte plusprint kann man drei vollwertige Abschlüsse vorweisen. Zum einen den IHK-geprüften Industriekaufmann, den Betriebswirt (VWA) und einen vollständig akkreditierten Bachelor of Arts – BWL der FH Münster. Hinzu kommen Zusatzqualifikationen, die man während des Studiums durch Fort- und Weiterbildungen im gewerblichen oder akademischen Rahmen erhalten hat.

Zusätzliches

Ich kann sagen, dass ich durch diese Art des Dualen Studiums die optimale Lösung für mich gefunden habe, da ich nicht „nur“ studieren wollte, aber dennoch auch ein Studium machen wollte. In der Verbindung von Arbeit, Ausbildung und Studium habe ich die Möglichkeit, mich selbst zu verwirklichen, zu studieren und ein Gehalt zu verdienen, ohne neben den Strapazen eines konventionellen Studiums auch noch einem Job nachzugehen. Dadurch passt das alles sehr gut für mich zusammen. Die Arbeit ist stellenweise schon sehr anspruchsvoll und wird auf keinen Fall langweilig! Man sieht immer wieder etwas Neues, egal ob es eine neue Abteilung, ein neues Projekt oder ein neues Produkt ist. Natürlich gibt es Stationen, in denen immer wiederkehrende Vorgänge bearbeitet werden, aber jeder einzelne hat seine Tricks und Tücken, die es zu meistern gilt. Es ist ein sehr großer Vorteil, dass man wirklich ganzjährig im Betrieb ist. Man ist ein Teil der Firmenwelt und wird nicht alle drei Monate für drei Monate herausgerissen. Man bekommt alles in Echtzeit mit und kann seinen Anteil daran haben. Ich persönlich habe die Arbeit im internationalen Bereich für mich entdeckt, da ich gerne mit Menschen kommuniziere und der Aufgabenrahmen so vielseitig ist, dass man sich kaum entscheiden kann, wo man anfangen soll.

Zum 1. August eines Jahres startet bei der Witte plusprint GmbH das neue Ausbildungsjahr, mit welchem zusammen auch das duale Studium beginnt. Die ersten zwei Monate sind wir durchgängig im Betrieb, um die Grundstrukturen und Kernabteilungen kennenzulernen, bevor die Berufsschule und auch das Studium beginnen. Ab diesem Zeitpunkt sind wir längerfristig, meist zwei bis drei Monate einer Abteilung z.B. Einkauf, Kundenservice, Kalkulation oder Controlling zugeteilt und vertiefen unsere Fähigkeiten in diesen Bereichen. Jeder Bereich bringt sein eigenes Fachwissen mit sich, das wir bündeln, so dass wir in fast jedem Bereich des Unternehmens eingesetzt werden können.

Anina Schiwitz

Anina Schiwitz

Label Youngsters in Erfurt

Wer mehr über die „Label Youngsters“ erfahren wollte, besuchte am 16. November 2018 die Herbsttagung des VskE im Radisson Blu Hotel in Erfurt. Dort hielten Anina Schiwitz, Marketingleitung bei der VollherbstDruck GmbH, und Rebecca Stiegert, Marketing Manager bei der Etiket Schiller GmbH, einen dynamischen und gut besuchten Vortrag über ihren Arbeitskreis.

Die Label Youngster sind ein Team aus Young Professionals, welche alle in verschiedenen Bereichen einer gemeinsamen Branche, der Etikettendruckbranche, tätig sind. Ihre Mission: Sie möchten jungen Menschen zeigen wie vielseitig und abwechslungsreich die Etikettenindustrie sein kann und welche spannenden Karrieremöglichkeiten auf sie warten. Auf ihrer neuen Webseite www.brandingtheworld.de teilen sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit interessierten Besuchern, informieren über Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Druckbranche und unterstützen junge Leute dabei den richtigen Job zu finden – den ganz eigenen Interessen und Fähigkeiten entsprechend.

 

GENERATION Y. GENERATION Z.

Die Referentinnen brachten dem aufmerksam lauschenden Publikum näher, was die Generation Y und auch die nachfolgende Generation Z umtreibt und bewegt – denn das wissen sie aus eigener Erfahrung ganz genau. Die sogenannten Digital Natives sind nicht nur mit dem World Wide Web, Smartphones und Tablets aufgewachsen, sie sind auch deutlich selbstbewusster und unabhängiger. Idealisten, die bereits in der Kindheit im Mittelpunkt standen und von ihren Eltern schon früh in Entscheidungen mit einbezogen wurden. Selbstbewusste, neugierige Menschen für die ein hohes Gehalt zweitrangig ist. Vielmehr streben sie nach einem perfekten Mix aus Arbeitsleben und Freizeit. Wichtig sind ihnen Selbstverwirklichung und Spaß am Beruf. Fakt ist: Diese Generationen müssen anders angesprochen und anders motiviert werden – und die Ansprache über eine Tageszeitung ist mittlerweile leider wenig zielführend.

 

DIE DRUCKINDUSTRIE. UNSEXY?

Deutschland verzeichnet eine verhältnismäßig geringe Geburtenrate und zugleich eine florierende Wirtschaft – Generation Y und Z profitieren von diesen Tatsachen, denn dadurch liegt die Zahl der über Jahre altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt Ausscheidenden höher, als die  Zahl der in den Arbeitsmarkt nachrückenden Schul- und Hochschulabgänger. Die Folge: Ein Fachkräftemangel – auf den die Unternehmen gezwungen sind zu reagieren. „Insbesondere in der Druckindustrie, welche ein sehr verstaubtes Image besitzt“, erklärt Anina Schiwitz „müssen Unternehmen um die Gunst künftiger Mitarbeiter werben, denn die jungen Schulabgänger stellen heute bewusst Forderungen an die Arbeitswelt. Die jungen Erwachsenen haben oft die freie Wahl und diese fällt häufig auf einen Traumjob bei großen Marken wie Daimler oder Bosch. Sie wünschen sich individuelle Konzepte, wechselnde Herausforderungen und eine authentische und transparente Führung.“

Aber wo informieren sich diese jungen Menschen heute über Jobs und Weiterbildungsmöglichkeiten? Natürlich im Internet. Viele besuchen bekannte Jobportale, wie Stepstone oder Monster, landen auf Websites der Big Player oder tauschen sich zielgerichtet in Online-Communities aus. Anina Schiwitz: „Influencern wird in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram eher zugehört und gefolgt als den eigenen Eltern. Die Etikettenbranche ist im Social Web eher schlecht vertreten und wirkt ziemlich „unsexy“! Sie genießt nicht das gleiche Empfehlungsmarketing, wie es große, innovative und designaffine Firmen tun.“

 

JUGENDKOMMUNIKATION.

Was schon länger offensichtlich ist wird nun angepackt: Ältere Menschen verstehen die jüngeren oft nicht und umgekehrt. Das ist wirklich kein Verbrechen aber es führt oft zu Verständnisproblemen, die sich vor allem in der Ansprache junger Auszubildender, Studenten oder potentieller Mitarbeiter zeigen. „Nehmen wir einen „hippen“ Arbeitgeber-Rap oder pseudo-provokante Sprüche: In der Wahrnehmung der Älteren ist das ein „cooles“ und einzigartiges Employer Branding – in den Augen der Jüngeren sind viele dieser Aktionen irgendwie verstörend und werden müde belächelt“, schmunzelt Anina Schiwitz.

Jugendliche sind online. Jugendliche sind im Internet. Und zwar ständig! Durchschnittlich 3 Stunden verbringen Jugendliche im Netz, egal ob Laptop, PC oder per Smartphone. Um ebendiese junge Zielgruppe zu verstehen und zu erreichen braucht es junge Erwachsene aus den „eigenen Reihen“. Das hat auch der VskE erkannt und schickt mit den Label Youngsters ein Team ins Rennen, das wichtige aktuelle Themen und Trends kennt, auch privat täglich in sozialen Netzwerken aktiv ist und versucht die Generationen Y und Z mit eigener (An-) Sprache zu erreichen. Wie schafft man es diesen Generationen auf Augenhöhe zu begegnen? Wie erreicht man sie und macht auf sich aufmerksam? Wie vermittelt man jungen Leuten, wie vielseitig, spannend und durchaus innovativ und zukunftsträchtig die deutsche Etikettendruckbranche tatsächlich ist?

Persönlich. Emotional. Interaktiv. Attraktiv. Das waren die Adjektive und Assoziationen mit welchen die Label Youngsters ihre Webseite und die gesamte Kommunikation von Beginn an gestalten wollten. Sie entwickelten mit brandingtheworld.de eine Plattform zur Nachwuchsgewinnung mit einer Auswahl an ganz eigenen Medien, ganz eigener Bildsprache und auch ganz eigenem Texting. Gemeinsam führten die beiden Referentinnen die Tagungsteilnehmer des VskE durch die aktuell live gegangene Webseite mit Brancheninfos, Blogfunktionen und einem bald aktiven „Job-o-Maten“. Ein Orientierungs- und Vermittlungstool, das dem jungen Unentschlossenen dabei hilft, herauszufinden, ob er eher technisch, kreativ oder kaufmännisch veranlagt ist. Gleich im Anschluss spuckt der Job-o-Mat einige Berufs- und Ausbildungsangebote umliegender Etikettendruckereien aus.

 

NETWORKING.

Auch die nächsten Schritte haben die Label Youngsters schon definiert: Um Traffic für die Seite zu generieren muss das Netzwerk branchenübergreifend auf- und ausgebaut werden. Unterstützend soll es in 2019 eine eigene Facebook-Seite und einen Instagram-Account geben. Die Reaktionen der Zuhörer waren durchweg positiv. Zahlreiche nickende Köpfe und bejahende Gesichter signalisierten, dass die Problematik verstanden wurde. Die beiden Referentinnen beendeten ihren lebhaften Vortrag mit dem finalen Appell an alle VskE-Mitglieder, offene Studien- und Ausbildungsplätze und Stellenangebote an die Label Youngsters weiterzuleiten und ordentlich die Werbetrommel für das Projekt zu rühren, um eben dieses wichtige Netzwerk aufzubauen. Der Umstand, dass die beiden Sprecherinnen in der anschließenden Pause nicht einmal mehr zur Kaffeemaschine durchdrangen, weil sich zahlreiche Unterstützer um sie scharten und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit und Vernetzung besprechen wollten, zeigte deutlich, dass mit der Initiative Branding The World offene Türen eingerannt wurden. Im Jahr 2019 wird die Seite nun weiter ausgebaut und vernetzt, so dass in der zweiten Jahreshälfte auch einem Start in den sozialen Netzwerken nichts mehr im Wege steht.

Gastautorin: Hannah Hermann

Etikettendesign

Der Blick hinter die Kulissen

Ein Etikett gilt für viele Weinkäufer als wichtigstes Entscheidungskriterium und ist im Lebensmitteleinzelhandel das einzige Medium, mit dem es dem Winzer möglich ist, seine Botschaft an den Konsumenten zu vermitteln. Gerade für ein symbolisches Produkt wie den Wein ist ein gut gestaltetes und durchdachtes Etikett erfolgsentscheidend und kann sogar die Geschmacks- und Preisvorstellungen des Konsumenten beeinflussen.

Als Winzertochter und Studentin der Internationalen Weinwirtschaft wird mir diese Tatsache von Tag zu Tag bewusster. Ein Praktikum in einer Etikettendruckerei zu absolvieren ging vor allem mit dem Gedanken einher, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die einzelnen Prozesse bis zum fertigen Etikett kennenzulernen. Außerdem lassen sich hier meine größten Leidenschaften Kreativität, Kommunikation und der Wein vereinen. Das Praktikum bei Vollherbst Druck bereichert mich nicht nur um drucktechnisches Wissen, sondern bietet mir die Möglichkeit, in der Inhouse-Designagentur CREATIONS mein weinwirtschaftliches Know-how und meine Kreativität zu kombinieren.

Das geschäftige Wimmeln in der Druckerei, das konzentrierte und kreative Arbeiten im Design und das betriebswirtschaftliche Wissen, welches durch ein junges und kompetentes Team vermittelt wird, schenkt mir nicht nur viel Freude sondern auch großes Vertrauen in qualitativ hochwertige Etiketten, an denen wir uns als Produzenten und Konsumenten in den kommenden Jahren erfreuen dürfen.

Svenja Haas

Svenja Haas

Was motiviert mich eine Ausbildung in einer Druckerei zu machen?

  • Kommunikation
  • Produktivität
  • Kreativität

Drei Punkte die mir persönlich sehr wichtig sind und eine große Rolle in meiner Ausbildung spielen. Mein zuvor begonnenes Lehramtsstudium habe ich nach 4 Semestern abgebrochen, da mir genau diese Punkte und ganz besonders der Praxisbezug fehlten. Nach vielen Gesprächen mit Freunden und der Familie und einigen Recherchen wurde ich auf die Firma...

Kommunikation: Gemeinsame Meetings, Workshops, Messen und direkter Kundenkontakt – mit meiner offenen und kommunikativen Art gehe ich in meiner Ausbildung hier vollkommen auf und das bereitet mir jeden Tag eine riesige Freude.

Produktivität: Von der Idee zum Produkt: Gerade im Druckgewerbe kann man die Entwicklung des finalen Produktes hautnah miterleben. Die Idee beginnt im Kopf eines Kunden und wird im gemeinsamen Gespräch konkretisiert, bis ein authentisches und perfektioniertes Endprodukt entwickelt und gedruckt wird. Mit jedem Kunden ist das ein ganz individueller und spannender Prozess. Das persönliche Erfolgsgefühl, dass man empfindet, wenn man am Ende das fertige Etikett in der Hand hält oder gar auf einem Produkt im Einkaufsregal wiederfindet, ist unbezahlbar!

Kreativität: In der Branche für hochveredelte Etiketten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Marketing, Vertrieb, Design, Druck und Veredelung – alle arbeiten Hand in Hand während des kreativen Entstehungsprozess bis hin zum perfekten Etikett. 
Durch unser junges, engagiertes und vor allem motiviertes Team bereitet mir die Ausbildung bereits jetzt jede Menge Spaß. Ich lerne jeden Tag neue Menschen und abwechslungsreiche Bereiche kennen – all das bestärkt mich in meiner Entscheidung die Ausbildung als Industriekauffrau angetreten zu haben und ich freue mich sehr auf die kommende Zeit. 

Anina Schiwitz

Anina Schiwitz

Veredelte Etiketten

Ein Zusammenspiel aus Design, Material und Veredelung

Vielfältige Gestaltungs- und Ausstattungsmöglichkeiten bieten Raum für die Emotionalisierung des Etiketts und den Aufbau einer starken Marke. Damit für den Konsumenten ein authentisches und attraktives Gesamtkonzept entsteht, müssen Design, Material und Veredelung eine Sprache sprechen und die Geschichte des Produktes erzählen. Das Etikett der Kräuterspirituose Kraut & Knolle (Windspiel Manufaktur GmbH) beispielweise ist einer historischen Englischen Tapete nachempfunden und unterstützt das Produktdesign sowohl optisch als auch haptisch. Das ausgewählte Material ist samtig, weich und löst in Verbindung mit einer dezenten Druck-Veredelung ein edel anmutendes Gefühl aus. 

Die Veredelung setzt ausgewählte Elemente zusätzlich in Szene. Heißfolienprägungen lassen beispielsweise durch das Zusammenspiel aus Hitze, Druck und filigransten Werkzeugen, verschiedenfarbige Folien präzise mit dem Material vereinen und ermöglichen außergewöhnliche optische Effekte. Mit der Reliefprägung können besonders lebendige und mehrdimensionale Resultate erzielt werden, indem das Material verformt wird und deutliche Höhen- und Tiefenunterschiede fühlbar werden. Besonders filigran wird die Veredelung durch das Verheiraten beider Veredelungen. Die Erhabenheit der Reliefprägung wird hierbei durch Folieneffekte noch verstärkt. Hochaufgetragene Relieflacke lassen Schriften und Motive hingegen technisch-plastisch hervortreten, ohne das Material zu verformen. Gleichzeitig bieten sie einen besonderen Glanzeffekt, welcher die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zieht und spannende Matt-Glanz-Effekte erzeugt. Das Potenzial und die Möglichkeiten, die ein Etikett für ein Produkt im Handel bietet, sind schier grenzenlos!

Klemens Ehrlitzer

Klemens Ehrlitzer

Digitalisierung als Champion-Schmiede

Mark Gallagher hat mehr als 30 Jahre im Formel-1-Geschäft bei Unternehmen wie Jordan Grand Prix, Red Bull Racing und Cosworth gearbeitet. In seinem Vortrag beim European Label Forum der FINAT (16. bis 18. Juni 2016) in Amsterdam erklärte er den Zuhörern auf unterhaltsame Weise, wieviel unternehmerisches Geschick und technische Innovationen erforderlich sind, um im Milliarden-Business des F1-Zirkus...

Ausbildung zum Etikettendrucker mit der Playstation? 
Seine Ausführungen waren selbst für diejenigen im Publikum kurzweilig und informativ, die nicht zu den Motorsport-Begeisterten zählen (darunter auch der Autor, für den Sport und Autorennen zwei unterschiedliche Dinge sind). Ein interessantes Detail war beispielsweise die Geschichte über den holländischen Rennfahrer Max Verstappen, der als 17-Jähriger ohne Führerschein bei der Formel 1 debütierte. Als er im Mai 2016 den Großen Preis von Spanien gewinnen konnte, war er mit 18 Jahren und 228 Tagen der bisher jüngste Formel-1-Sieger der Geschichte. Seine ersten „Erfahrungen mit Formel-1-Rennen“ hatte er als Kind an der Playstation gesammelt. Die verschiedenen Rennstrecken sind in dieser virtuellen Spielewelt so exakt nachempfunden. Auf diese Weise kannte Max Verstappen nach eigenen Aussagen jeden Millimeter dieser Rundkurse. Und das, obwohl er bis dahin keinen einzigen jemals in der Realität gefahren war. 

Dieses Beispiel lässt erahnen, welches Potenzial für zukünftige Entwicklungen noch in der Digitalisierung steckt. Wobei anzumerken ist, dass digitale Technologien in der Printproduktion von Etiketten längst etabliert sind. Digitaldrucksysteme gehören heute fast in jedem Betrieb zum praktizierten Alltag in der Branche. Auch der Einsatz von Simulations-Software, die das virtuelle Drucken in den gängigen Verfahren erlaubt, ist für die Aus- und Weiterbildung bereits verfügbar. 

Drucken lernen an der Spielkonsole? 
Das ist aber sicher keine ausreichende Voraussetzung dafür, dass Etikettendruckereien in Zukunft junge Mitarbeiter mit Champion-verdächtigem Potenzial aus der Welt der Computerspiele werden rekrutieren können. Gründe dafür gibt es aus meiner Sicht mehrere: So kann ich mir beispielsweise nicht vorstellen, dass unsere Kinder sich Etikettendrucker als Traumberuf wählen. Jedenfalls solange nicht, wie Stars im Formel-1-Zirkus immer noch menschliche Piloten sind und keine autonom fahrende Boliden um den Sieg wetteifern. Zum anderen fehlt es in der Software-Industrie an der nötigen ökonomischen Motivation. Welches Unternehmen wäre schon bereit, den gleichen Entwicklungsaufwand für eine virtuelle Drucksimulation zu betreiben, wie er im Bereich der elektronischen Spiele üblich ist. 

Interesse für eine faszinierende Branche wecken
Ein wertvoller Denkanstoß ist die Geschichte jedoch allemal. Die Etikettenindustrie ist ja nicht auf der Suche nach Grand-Prix-Siegern; sie braucht dringend qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Alle in unserer Branche wären deshalb schon sehr zufrieden, wenn es gelingen könnte, mehr Jugendliche mit der wirklich faszinierenden Welt der Etiketten in Kontakt zu bringen. Wann immer ich mit jungen Menschen in Kontakt komme, die bereits in der Etikettenindustrie tätig sind, stoße ich auf ehrliche Begeisterung. Die Produkte sind vielfältig und sehr oft innovativ. Kaum ein Anwendungsbereich, in dem sie nicht zum Einsatz kommen. Entsprechend gut sind auch die Karrierechancen. Damit diese positiven Informationen auch bei der jungen Generation wahrgenommen werden, müssen zukünftig alle in der Branche mehr tun. Nur digital drucken reicht nicht aus. Verbände, Journalisten, Unternehmen und Lieferindustrie müssen spannende Geschichten über die Welt der Etiketten erzählen und über die digitalen Medien verbreiten. 

Rebecca Stiegert

Rebecca Stiegert

Offen für mehr

Ganz neue Seiten entdecken

In Deinem Alltag begegnest Du ganz unbewusst täglich tausenden Etiketten.
Sie geben Dir Auskunft darüber, ob Du beispielsweise grade ein Duschgel oder einen Abflussreiniger in der Hand hältst, oder sorgen  dafür, dass Deine online-Bestellung den Weg vom Shop zu Dir nach Hause findet.
Meistens besteht die Aufgabe von Etiketten also darin, uns möglichst schnell eine Info zu vermitteln.
Es gibt allerdings Etiketten, die noch mehr können und voller Überraschungen stecken.

Booklet Etiketten sind beispielsweise klebende mini-Bücher, die auf den ersten Blick kaum von einem Etikett zu unterscheiden sind. Im Inneren verstecken sich dann aber mehrere Seiten, die dem Verbraucher mehr Informationen zu dem Produkt liefern.
Einige Marken verwenden Booklets auch für Marketing Aktionen, weil dem Kunden trotz eines kleinen Aufklebers viel Content vermittelt werden kann.

Ähnlich platzsparend und innovativ sind Sandwich- oder Repeeletiketten, welche sich wie ein kleines Heft öffnen lassen. Beim Schließen kleben die Seiten dann aber wieder aneinander.
Bestimmt hast Du diese Art von Etikett bereits auf einem Medikament gesehen, als Du nach der Dosierungsanleitung oder der Nebenwirkungswarnung gesucht hast. 
Auch im Kosmetikbereich oder in der Chemiebranche werden diese Etiketten eingesetzt, da gesetzliche Bestimmungen die Hersteller zum Ausweisen der verschiedenen Infos fordern.

Rebecca Stiegert

Rebecca Stiegert

Verpackungsopfer

Wie Verpackungen unsere Entscheidungen manipulieren

Bist Du schon einmal im Drogerie- oder Supermarkt vor dem Regal gestanden und hattest keine Ahnung für welches Shampoo oder welchen Wein Du Dich entscheiden solltest?
Dann geht es Dir so, wie den meisten Menschen in Europa.
Was Deine Entscheidung dann beeinflusst hat, war mit hoher Wahrscheinlichkeit letztendlich die Verpackung und das Etikett. Ganze 80% unserer Kaufentscheidungen fallen direkt vor dem Regal, am Point of Sale.

Marken verwenden nämlich die Verpackung, um den unentschlossenen Verbraucher spontan zum Kauf, des eigenen Produktes zu bewegen. Für den Kunden soll es möglich sein, das Produkt bereits vor dem Kauf erleben zu können. Dazu vermitteln sie durch schöne Optik, besondere Haptik, also wie sich ein Produkt anfühlt; außergewöhnliche Materialien und durch Akustik ein positives Gefühl beim Kunden.
Wir kaufen dadurch sogar Produkte, die wir gar nicht wirklich benötigen und die nicht auf unserem Einkaufszettel standen. 

Außerdem neigen wir dazu, mehr Geld für ein Produkt auszugeben, wenn es uns besonders gut gefällt. Selbst wenn wir uns noch nicht von seiner tatsächlichen Qualität überzeugt haben. Wir schließen von einem hochwertigen Etikett auf einen hochwertigen Inhalt.

Dieses Phänomen ist auf Instagram und anderen social media Plattformen bereits durch einen eigenen Hashtag  vertreten. Unter #verpackungsopfer sind bereits über 26 Tausend Beiträge auf Instagram geteilt worden. Einige Influencer teilen ausnahmslos besonders schön verpackte Produkte außerdem unter #labels und #verpackungsliebe.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für einen Kauf ist der Wiedererkennungswert der Marke.  
Haben wir bereits positive Erfahrungen mit einer Marke gemacht, suggeriert uns die vertraute Optik  Sicherheit und Qualität.
Unternehmen bauen eine Identität auf und kreieren einen eigenen und einheitlichen Stil, an dem die Verbraucher die Marke auf den ersten Blick erkennen. Dazu gehören auch außergewöhnliche Verpackungsformen, wie beispielsweise die Form der Coca Cola Flasche, Nivea Creme oder einem eos Lipbalm.
Unternehmen wählen daher nicht nur Ihren Markennamen und Slogans für Kunden ansprechend, sondern achten unter anderem auch auf  die Farbgebung. Blau als Farbe strahlt zum Beispiel Sicherheit aus und vermittelt Verlässlichkeit und Kompetenz. Viele Versicherungen haben sich aus diesem Grund für ein blaues Logo entschieden. 
Bei der Gestaltung der Etiketten ist natürlich auch entscheidend, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. So sehen die Etiketten für ein Produkt mit einer weiblichen Zielgruppe natürlich ganz anders aus, wie für ein Produkt für männliche Kunden. Zielgruppen unterscheiden sich beispielsweise aber auch durch das Alter, Interessen oder das Einkommen. Das Layout des Etiketts sollte das Produkt authentisch darstellen. So kann mit einem runden Konzept die richtige Zielgruppe erreicht werden.
Einige große Marken möchten möglichst viele dieser Zielgruppen ansprechen und nutzen dafür unterschiedliche Etiketten, auch wenn sich die Produkte hinter den Verpackungen häufig kaum voneinander unterscheiden.

Ohne die Verpackung und vor allem einem Etikett, hätte ein Produkt keinen Namen, kein Gesicht und würde keine Informationen über den Inhalt bieten können. Ohne eine ansprechende Gestaltung des Etiketts hätte das Produkt alleine, zwischen vielen Konkurrenzprodukten keine Chance gekauft zu werden und herauszustechen.
Wir sind stolz darauf, der Leidenschaft, die unsere Kunden in Ihr Produkt stecken, ein Gesicht zu geben und mit den unterschiedlichsten Branchen an verschiedenen Herausforderungen zu arbeiten.

Daniel Neumann

Daniel Neumann

Das Selbstklebeetikett (SK-Etikett)

Selbstklebeetiketten sind uns allen auch in Form von klassischen „Stickern“ ein Begriff. In der Etikettenbranche zählen diese Etiketten durch die vielseitigen und flexiblen Einsatzmöglichkeiten zu den gängigsten Etikettenarten.

Sie werden heute größtenteils in der Verpackungsindustrie eingesetzt und eignen sich besonders für hochwertige Produkte in der Lebensmittel-, Kosmetik-, Pharma- und der chemischen Industrie. Etiketten können dekorativer Bestandteil des Produktdesigns und / oder Informant über das Produkt und produktionsspezifische Daten sein oder besitzen eine technische Funktion. Sie finden Verwendung in der Logistik, bei der Inventarkennzeichnung und auch für Sicherheitshinweise in Gefahrenbereichen.

SK-Etiketten werden abgezogen und haften direkt an einer beliebigen Oberfläche - doch wie funktionieren solche „Sticker“? 

Selbstklebeetiketten haben eine eigene Klebefähigkeit – der Aufbau ist deshalb komplexer als gedacht! Der Bedruckstoff besteht aus einem bildtragenden Obermaterial (der Stoff auf den in der Maschine das Motiv aufgedruckt wird) und einem Klebstoff an der Unterseite des Etiketts. Damit die klebrigen Etiketten aber nicht bereits in der Maschine anhaften, bedarf es eines zusätzlichen Trägermaterials. Auf diesem Material haften die Selbstklebeetiketten an, bis sie später auf einem Produkt landen. Zusätzlich wird zwischen diesen beiden Lagen eine Trennbeschichtung (meist aus Silikon) angebracht, damit sich die fertigen Etiketten am Ende problemlos vom Trägermaterial lösen lassen. 
 

Anina Schiwitz

Anina Schiwitz

LABELS- „Kleine Werbeplakate“ als Marken-Botschafter

Abgeleitet vom altfranzösischen Wort Estiquette (beschriftetes Schildchen, Anhänger) stand der heutige Begriff Etikett damals primär für kaufentscheidende Informationen, die für den Konsumenten inhaltlich unabdingbar waren. Mittlerweile ist das Etikett nicht mehr nur Informations- sondern vor allem Emotionsträger und als zentraler Bestandteil der Produktausstattung ein Markenbotschafter. 

Viele verbinden mit „Marke“ eine große weite Welt, in der sich Persil, Mercedes-Benz und Coca-Cola die Hand geben. Die Wahrheit ist jedoch, dass jedes Produkt, das einen Abnehmer findet, eine Marke ist, denn jeder Konsument verbindet mit diesem Produkt Geschmäcker, Eindrücke und Erfahrungen, die sich bei ihm festsetzen und die er fortan mit dem Produkt assoziiert. 
Neben dem Inhalt selbst, beeinflusst die Verpackung die Wahrnehmung der Marke maßgeblich. Das Label spielt hier die zentrale Rolle, da bei der Kaufentscheidung interessiert begutachtet wird und in der Kaufsituation oft das einzige Kommunikationsmittel überhaupt darstellt. Die gesamte Produktausstattung kann gezielt eingesetzt werden, um die Markenwahrnehmung schon lange vor dem Konsum positiv zu beeinflussen. Denn ob wir das wollen oder nicht, wir alle werden durch die Optik und Haptik von Produkten und dessen Etiketten stark beeinflusst – und nicht selten in die Irre geführt. 

About Us

Die Label Youngsters sind ein Team aus young professionals, arbeiten aber alle in verschiedenen Bereichen einer gemeinsamen Branche.
Um Dir zu zeigen wie vielseitig und abwechslungsreich unsere Arbeit ist, teilen wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit Dir.
Außerdem  möchten wir  Dich dabei unterstützen, den richtigen Job für Deine Interessen und Fähigkeiten zu finden und Dich über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten in der Druckbranche informieren.

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